UNSER AZUBICAREER-TAGEBUCH Teil 2

AZUBICAREER Tagebuch Teil 2

Ich heiße Niklas Ujma, bin am 19.02.1995 geboren und habe nach meinem Abitur im August 2014 eine Ausbildung zum Hotelfachmann im InterContinental Düsseldorf begonnen. Momentan bin ich in der Küche, bzw. im Frühstücksdienst eingeteilt. Ab dem nächsten Monat kümmere ich mich dann um das Housekeeping. Während meiner Ausbildung durchlaufe ich viele Abteilungen, in denen ich in der Regel für drei Monate eingeteilt bin. Dazu gehören: Restaurant, Room Service, Minibardienst, Küche, Housekeeping, Club Lounge, Bar und Bankett. Außerdem durchlaufe ich während meiner Ausbildung administrative Abteilungen, zu welchen zum Beispiel das Front Office oder die Warenannahme gehören, ebenso wie die Abteilungen Sales, Marketing oder Buchhaltung.

3. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Was sind Ihre täglichen Aufgaben?
Ein typischer Arbeitstag fängt bei mir um 04:00 Uhr morgens an, wenn mein Wecker klingelt und ich aus dem Schlaf erwache. Nachdem ich mich für den Arbeitstag fertig gemacht habe, steige ich in den Bus oder tagesbedingt ins Auto, um zur Arbeit zu fahren. Meist fängt mein Dienst um 06:00 Uhr an, außer wenn es personalbedingt eng ist und ich um 05:00 Uhr antreten muss. Zu meinen Aufgaben gehört es zunächst das Frühstücksbuffet aufzubauen und ab Frühstücksbeginn (06:30 Uhr) stehe ich in unserer Showküche und bereite auf Wunsch unserer Gäste verschiedenste Eierspeisen zu. Andere Aufgaben sind unter anderem stetig darauf zu achten, dass die sonstigen Speisen auf den Buffets immer aufgefüllt und ordentlich angerichtet sind. Ab 10:30 Uhr ist die Frühstückszeit vorbei und ich fange gemeinsam mit meinem Team an, die Buffets abzubauen. Die Speisen werden auf zwei verschiedene Wagen verladen, wobei auf den einen die kühl gelagerten Speisen kommen und auf den anderen die ungekühlten. Im nächsten Schritt werden sämtliche Behälter, in denen die Speisen angerichtet sind ausgetauscht, aufgefüllt und anschließend mit Frischhaltefolie überzogen und zurück auf den Wagen gestellt. Diesen fahre ich, nachdem sich alle aufgefüllten Schalen und Teller wieder auf dem Wagen befinden, in das dafür vorgesehene Kühlhaus. Der Dienst am nächsten Morgen kann sich dann den vorbereiteten Wagen heraus nehmen und die Speisen an den vorgesehenen Plätzen auf das Buffet stellen. Gegen 11:30 Uhr wird der Wagen mit den Speisen für das Lunch Buffet auf die Club Lounge gebracht und der Wagen mit den Frühstücksspeisen abgeholt. Meist gehen wir anschließend für circa 30 Minuten in die Pause und wenn wir zurückkommen beginnt der gleiche Prozess des Umfüllens und Auffüllens. Wenn dies erledigt ist, wird der Wagen in das gleiche Kühlhaus gebracht, in dem auch der aufgefüllte Frühstückswagen bereitsteht. Nachdem dies erledigt ist, muss nur noch das Kühlhaus und der Frühstücksposten in der Küche gereinigt werden und wir können uns beim Chef abmelden, um in den Feierabend zu starten.

4. Gibt es Herausforderungen, denen Sie sich jeden Tag neu stellen müssen?

Nach ein paar Tagen, an denen es auf der Arbeit sehr viel zu tun gibt, schwindet meist die Leichtigkeit morgens ohne Probleme um die frühe Uhrzeit aufzustehen. Der Wecker wird dann auch mal ein erstes oder zweites Mal auf ein paar Minuten nach hinten gestellt, sodass im Endeffekt immer weniger Zeit bleibt, um sich für die Arbeit frisch zu machen. Wenn man dann noch zur Bushaltestelle sprinten muss, um den Bus pünktlich zu erwischen, fällt es einem nicht immer leicht, noch die Ruhe zu bewahren. Ich vermute, dass ich nicht der Einzige bin, der diese Situation bereits am eigenen Leib erlebt hat. Ich empfinde es als eine der größten Herausforderungen, auch an stressigen Tagen einen kühlen Kopf zu bewahren und immer freundlich, zuvorkommend und gelassen aufzutreten. In meinem Beruf ist es besonders wichtig, diese Eigenschaften mitzubringen, da man meist im direkten Kundenkontakt steht und mit jeder Handlung sein eigenes Unternehmen widerspiegelt und vertritt.