Jonas Heide, 21 Jahre (Ausbildung Hotelfachmann)

Jonas Heide, 21 Jahre (Ausbildung Hotelfachmann)

Bereits in der Schulzeit stand für Jonas fest, dass er in der Hotellerie arbeiten möchte. Heute befindet er sich im dritten Jahr in der Ausbildung zum Hotelfachmann.

Name: Jonas Heide
Alter: 21 Jahre
Ausbildung: Hotelfachmann
Lehrjahr: 3. Lehrjahr
Unternehmen: InterContinental Hotel Düsseldorf


Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?
Ich bin zu meiner Schulzeit viel mit meinen Eltern und Großeltern gereist und hatte das Vergnügen in renommierten Hotels zu nächtigen. Ich habe den Service und die Wohlfühl-Gefühl Atmosphäre in Hotels genossen. Dieses Wohlfühl-Gefühl wollte ich schon vor meiner Ausbildung anderen Menschen vermitteln. Somit stand für mich früh fest, dass ich in der Hotellerie arbeiten möchte.

Konntest du vor deiner Ausbildung bereits praktische Erfahrungen im Gastgewerbe sammeln?
In der 10. und 11. Klasse habe ich in meinen Sommerferien jeweils ein freiwilliges vierwöchiges Praktikum absolviert. Ich habe mir dafür direkt 5* Hotels ausgesucht, denn das war mein Ziel dort einmal eine Ausbildung zu absolvieren. Außerdem habe ich mir mit Heiligendamm und Berlin zwei Städte ausgesucht, die sehr weit von meinem zu Hause entfernt sind. Ich wollte mich damit selbst testen wie ich in einer fremden Umgebung zurechtkomme. In den Praktika habe ich im Restaurant, in der Bar und als Page gearbeitet. Diese praktischen Erfahrungen haben meine Berufswahl untermauert.

Wie lief bei dir der Bewerbungsprozess ab? Hattest du schnell Erfolg?
Ich habe ungefähr sieben Bewerbungen an renommierte Hotels in Düsseldorf und Umgebung geschrieben. Die Resonanz war sehr gut. Ich bekam 6 Zusagen. Mein „Wunschhotel“ konnte ich mir dadurch aussuchen.

Für welche Aufgaben bist du im Hotel verantwortlich?
Die Ausbildung zum Hotelfachmann ist sehr breit gefächert. Man durchläuft fast alle Abteilungen eines Hotels, wie z.B. Housekeeping, Restaurant, Bar, Front Office, Küche oder Warenannahme. Je nach Abteilung ist man für diverse Aufgaben verantwortlich. Im Restaurant ist man z.B. für die Sauberkeit und Vollständigkeit des Frühstückbuffets zuständig. Am Front Office hat man als Auszubildender die Aufgabe die Willkommensbriefe für die VIPs vorzubereiten. In jeder Abteilung ist man als Auszubildender für etwas verantwortlich, welches in das Gesamtbild des Hotels einfließt.

Welche Aufgaben machen dir am meisten Spaß und in welcher Abteilung gefällt dir die Arbeit bisher am besten?
Jede Abteilung hat seine Vorteile und seine kleinen Nachteile. Die Arbeit direkt am Gast macht mir generell sehr viel Spaß. In der Bar oder am Front Office hat man die beste Möglichkeit sich mit Gästen auszutauschen und das Wohlfühl-Gefühl zu vermitteln. Mir macht es sehr viel Spaß den Gästen am Abend ihre Drinks in der Bar zu servieren oder die Gäste bei ihrer Anreise einzuchecken und sie in unserem Hotel herzlichen willkommen zu heißen.

Läuft die Ausbildung so, wie du es dir vorgestellt hast? Falls nicht, was ist anders als erwartet?
Ich habe mich vor Beginn meiner Ausbildung über den Ausbildungsberuf Hotelfachmann erkundigt und mir die Aufgabenbereiche genau angeschaut. Wenn ich jetzt ein Resümee ziehe, wurden mir all diese Aufgabenbereiche beigebracht und ich habe sogar noch viel mehr dazu gelernt. Ich hatte nicht gedacht, dass die Ausbildung so komplex ist. Ich war in Abteilungen wie der Technik oder dem Stewarding. Vor der Ausbildung hätte ich nie gedacht, dass ich z.B. mal für einen Monat ein Techniker bin, obwohl ich technisch überhaupt nicht begabt bin.

Welche persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sind deiner Meinung nach die wichtigsten in diesem Ausbildungsberuf?
Ich persönlich finde, dass die persönlichen Voraussetzungen in diesem Ausbildungsberuf sehr wichtig sind. Man sollte ein sicheres und offenes Auftreten gegenüber anderen Menschen innehaben. Eine positive Ausstrahlung und Flexibilität zählen auch zu den Voraussetzungen. Jedem sollte auch klar sein, dass ein Hotel 365 Tage im Jahr geöffnet hat und man somit auch arbeiten muss wenn die Freunde oder die Familie frei haben.

Einige fachliche Voraussetzungen sollte man natürlich auch mitbringen. Gute Sprachkenntnisse, gute Umgangsformen, ein Vorwissen über gewisse gastronomische Abläufe und Produkte.

Wie häufig gehst du zur Berufsschule und was lernst du dort?
Ich besuche einmal die Woche die Berufsschule. Der Unterricht lehrt das theoretische Wissen welches im Betrieb praktisch angewandt wird. In der Berufsschule werden Themenschwerpunkte wie Hygiene, Warenkunde, Magazin oder Marketing gelehrt. Natürlich hat man auch Fächer wie Englisch, Mathematik oder Wirtschaft und Politik. Die Berufsschule bereitet einen auf die schriftliche Zwischen- und Abschlussprüfung vor, in der theoretisches Wissen abgefragt wird.

Würdest du diese Ausbildung weiterempfehlen?
Ich empfehle grundsätzlich jedem diese Ausbildung, der Interesse, Spaß und Leidenschaft für diesen Ausbildungsberuf zeigt.

Welche Tipps hast du für Schüler, die sich für diese Ausbildung interessieren?
Ich kann jedem ans Herz legen vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum in einem Hotel gemacht zu haben. Das ist der beste Weg um herauszufinden, ob man für den Beruf in der Hotellerie geschaffen ist.

Welche beruflichen Ziele und Pläne hast du?
Nach Beendigung meiner Ausbildung möchte ich sehr gerne ins Ausland wechseln. Die Hotellerie ist eine internationale Branche, die hervorragende Möglichkeiten bietet in vielen verschiedenen Ländern zu arbeiten. Mein Ziel ist es erst mal für ca. ein Jahr in ein Hotel in England oder Irland zu wechseln. Danach behalte ich mir z.B. ein Studium oder einen erneuten Wechsel vor.