Aileen Pobehay, 22 Jahre (Ausbildung Hotelfachfrau)

Aileen Pobehay, 22 Jahre (Ausbildung Hotelfachfrau)

Aileen startete ihre berufliche Laufbahn innerhalb der Hotellerie mit einem Jahrespraktikum, um herauszufinden, ob der Beruf ihren Erwartungen entsprach.

Name: Aileen Pobehay
Alter: 22 Jahre
Ausbildung: Hotelfachfrau
Lehrjahr: 3. Lehrjahr
Unternehmen: InterContinental Hotel Düsseldorf

    
Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?
Ich habe schon früh Erfahrungen in der Gastronomie sammeln können, da meine Großmutter zwei Gaststätten hat. Anfangs habe ich gedacht der Beruf wäre nichts für mich. Aber schnell merkte ich, wie viel Freude es mir bereitete. Ich wollte schon immer einen abwechslungsreichen und spannenden Job haben. Und das ist dieser allemal.  

Konntest du vor deiner Ausbildung bereits praktische Erfahrungen im Gastgewerbe sammeln?
Ja, da meine Großmutter zwei Gaststätten hat, in denen ich während meiner Schulzeit am Wochenende immer aushelfen konnte.

Wie lief bei dir der Bewerbungsprozess ab? Hattest du schnell Erfolg?
Ich habe zuerst mit einem Jahrespraktikum gestartet um zu sehen, ob der Beruf wirklich etwas für mich ist. Somit blieb mir immer die Option offen, doch einen anderen Berufsweg einzuschlagen. Nach einem Jahr war ich mir sicher, dass Hotelfachfrau der Beruf ist, den ich ausüben möchte. Daraufhin habe ich mich in weiteren drei Hotels beworben. Jedes dieser drei Hotels hat mich zu einem Gespräch oder Assessment Center eingeladen. Ich hatte sehr Glück, denn alle drei Hotels haben mir eine Zusage erteilt. Somit konnte ich mich alleine entscheiden, welches dieser drei Hotels mir am meisten gefiel und wo ich gerne ausgebildet werden wollte.

Für welche Aufgaben bist du im Hotel verantwortlich?
Im operativen Bereich ist man natürlich für die Gästezufriedenheit verantwortlich. Man hat sehr engen Kontakt mit den Gästen. Ebenso ist man, wie zum Beispiel im Housekeeping, für den Gästebereich zuständig. Ordnung und Sauberkeit ist den Gästen und auch uns sehr wichtig. Im administrativen Bereich bin ich gerade für das Marketing zuständig. Meine Aufgaben sind, die Internetportale zu kontrollieren und aktualisieren, die Homepage zu verwalten, Anfragen von verschiedenster Art anzunehmen und zu bearbeiten und vieles mehr.

Welche Aufgaben machen dir am meisten Spaß und in welcher Abteilung gefällt dir die Arbeit bisher am besten?
Mir hat die Abteilung Bankett am meisten Spaß gemacht. Hier war ich mit meinen Kollegen für den Veranstaltungsbereich zuständig. Tagsüber hat man die Tagungsgäste betreut, mit Kaffeepausen und Mittagsessen und abends gab es öfters auch mal Bankett-Veranstaltungen, bei denen wir Menüs geschickt haben. Am meisten haben die abendlichen Veranstaltungen Spaß gemacht. Diese gingen zwar immer sehr lange, waren aber von Aufbau und der Teamarbeit am Besten.

Läuft die Ausbildung so, wie du es dir vorgestellt hast? Falls nicht, was ist anders als erwartet?
Meine Ausbildung läuft genau so, wie ich mir sie vorgestellt habe. Ich habe das Glück neben dem operativen Bereich auch im administrativen Bereich arbeiten zu dürfen. Momentan befinde ich mich in der Abteilung Marketing und wechsle bald in die Abteilung Sales. Ich habe bisher in allen Abteilungen viel gelernt und fühle mich für die Prüfung sehr gut vorbereitet.

Welche persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sind deiner Meinung nach die wichtigsten in diesem Ausbildungsberuf?
Organisationstalent und Teamfähigkeit sind meiner Meinung nach das Wichtigste für diesen Job. Wir müssen alle sehr flexibel sein, denn kein Tag ist wie der Andere und es kann immer Änderungen geben, auch sehr kurzfristig. Dies muss man zu organisieren wissen. Ebenso ist im Team arbeiten das A und O. Denn alleine schafft man das meiste nie! Alle müssen an einem Strang ziehen und zusammen halten. So kommen dann alle ans Ziel.

Wie häufig gehst du zur Berufsschule und was lernst du dort?
Ich gehe einmal die Woche in die Berufsschule und lerne dort neben den ganzen praktischen Sachen die theoretischen. Speisen, Getränke, Menükunde, Wirtschaft und vieles mehr.

Würdest du diese Ausbildung weiterempfehlen?
Ich finde diese Frage sehr schwer. Entweder liebt man diesen Job und ist dafür gemacht, oder mag ihn gar nicht. Ich arbeite sehr gerne in der Gastronomie und würde es natürlich immer weiter empfehlen. Jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sein Privatleben sehr zurückschrauben muss und sehr viel für die Arbeit lebt. Man arbeitet sehr viel, macht viele Überstunden und wird, leider, nicht so gut bezahlt. Deswegen ist die Teamfähigkeit so wichtig, denn das Team wird die zweite Familie.

Welche Tipps hast du für Schüler, die sich für diese Ausbildung interessieren?
Macht immer vorher ein Praktikum und fragt dort immer sehr viel nach! Schaut euch alles genau an. Wenn ein Praktikum euch noch nicht ganz überzeugt hat, dann macht ein zweites oder sogar ein Jahrespraktikum. Die Zeit rennt einem nicht weg und geht immer schneller um als man denkt. Da man bei guten Leistungen auch oft verkürzen kann, ist das Praktikum schon wieder ausgeglichen.

Welche beruflichen Ziele und Pläne hast du?
Da ich gerade das Glück habe und im Büro sitze, bekomme ich auch mal den administrativen Teil dieses Berufszweiges mit. Hierdurch hat sich mein Interesse für das Convention Sales geweckt. Gerne würde ich mich in diese Richtung weiterbilden.