Prüfungen Koch/Köchin

Prüfungen Koch/Köchin

Von deinem Ausbildungsabschluss als fertige/r Koch/Köchin trennt dich leider noch der ungeliebte Teil der Prüfungen. Es heißt also „lernen, lernen, lernen“, damit du mit einem guten Gefühl in deine Prüfungen gehen kannst und diese auch mit Bravour bestehst. Die Prüfungen teilen sich in zwei Teile: die Zwischenprüfung und die Abschlussprüfungen.

 

Die Zwischenprüfung
Im Laufe deiner Ausbildung steht zuerst die Zwischenprüfung an. Diese findet bereits nach deinem ersten Ausbildungsjahr statt. In der Zwischenprüfung wirst du in drei Bereichen geprüft:

  • Arbeitsplanung
  • Arbeitsausführung und Kontrolle
  • Produktpräsentation

Die Prüfung in diesen drei Bereichen dauert etwa zwei Stunden.

Für den Bereich der Arbeitsplanung wird deine Aufgabe sein, eine einfache Speise zuzubereiten. Dafür erhältst du zwei Warenkörbe. In einem Korb findest du die Zutaten, die auf jeden Fall verwendet werden sollen. Im zweiten Korb sind die Lebensmittel, die du zusätzlich verwenden kannst. Außerdem gehört eine schriftliche Aufgabe zu diesem Prüfungsteil. Diese kann zum Beispiel aus den Bereichen Lebensmittelhygiene, Ernährungslehre oder Unfallschutz sein.

In deinem zweiten Prüfungsbereich führst du alle nötigen Schritte durch, das Gericht aus dem ersten Teil zuzubereiten. Hier wird besonders darauf geachtet, in wie weit du die Personal- und Lebensmittelhygiene berücksichtigst, wie du dir deinen Arbeitsplatz organisierst, wie du deine Arbeitsschritte umsetzt und wie der Geschmack deines zubereiteten Gerichts ist.

Im Rahmen der Produktpräsentation führst du ein gastorientiertes Gespräch mit deinen Prüfern und präsentierst ihnen dein Ergebnis, also das von dir zubereitete Gericht.

Wenn du diese drei Bereiche erfolgreich mit mindestens der Note „4“ bestehst, hast du auch schon deine Zwischenprüfung in der Tasche! Nun hast du erst einmal etwas Schonfrist, bis dann die Abschlussprüfungen anstehen.

 

Die Abschlussprüfung
Am Ende deiner Ausbildung, also nach drei oder bei Verkürzung 2,5 Jahren, steht deine Abschlussprüfung an. Nur noch sie trennt dich davon, dich Koch/Köchin nennen zu dürfen.

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Schriftlich wirst du in drei Fächern geprüft: für Technologie hast du 90 Minuten Zeit, für Warenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde jeweils 60 Minuten.

Ca. vier Wochen vor deiner praktischen Prüfung erhältst du per Post eine Einladung dazu, mit der dir ebenfalls ein Warenkorb mit Lebensmitteln zugesandt wird. Basierend auf dem Inhalt deines Warenkorbes, erarbeitest du einen Menüvorschlag und erstellst eine passende Menükarte. Die Prüfung an sich beinhaltet dann das Schreiben eines Ablaufplanes, wofür dir 30 Minuten zur Verfügung stehen, die Führung eines gastorientierten Gesprächs (etwa 15 Minuten) sowie das Vor- und Zubereiten eines Drei-Gang-Menüs für sechs Personen nach vorgegebenem Warenkorb.

Wenn du diese Aufgaben erfolgreich mit mindestens der Note „4“ bestehst, hast du deine Ausbildung als Koch/Köchin endlich abgeschlossen!

 

Für den Fall, dass…
Sollte der Fall eintreten, dass du in deinen schriftlichen Prüfungen nicht gut abgeschnitten hast, wird eine mündliche Ergänzungsprüfung durchgeführt. Hierfür darfst du aber im schlechtesten Fall zwei Mal die Note „5“ und ein Mal die Note „4“ haben. Bei einer „6“ ist die Abschlussprüfung leider direkt nicht bestanden. Das Prüfungsfach für die Ergänzungsprüfung wird meistens das Fach mit der schlechtesten Note sein. Solltest du in eine mündliche Ergänzungsprüfung müssen, wird diese ca. 15 Minuten in Anspruch nehmen. Als Note für das jeweilige Prüfungsfach ist die Wertung 2:1, das heißt, die Note des schriftlichen Ergebnisses wird im Verhältnis 2:1 zur mündlichen Prüfung gewertet. Im Endergebnis benötigst du mindestens 50 Punkte, also eine „4“, um deine Ausbildung noch erfolgreich abzuschließen.

Nach erfolgreichem Abschluss deiner Ausbildung kannst du deine Karriere nun so richtig in Angriff nehmen und an deinen weiteren Zielen arbeiten.